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Gelehrte und Archäologen vermuten, dass die Ainu, frühe Siedler Japans, sich mit Tätowierungen ihre Gesichter schmückten. chinesischen Berichten zufolge, habe sich die Angehörigen des Volkes der Wa (Wa ist die chinesische Bezeichnung für ihre japanischen Nachbarn) ihren ganzen Körper mit Tätowierungen geschmückt.
Für die, zu der Zeit höher entwickelte chinesische Kultur, war das tätowieren der Haut ein barbarischer Akt. Dadurch, das die Glaubenslehren des Buddhismus und des Konfuzianismus immer mehr von China ihren Weg nach Japan gefunden haben, wurde auch der allgemeine Einfluß der chinesischen Kultur, auf das japanische Volk, immer stärker. Bedingt durch diesen kulturellen Einfluß, wurde auch in Japan das tätowieren immer mehr verdrängt. Kriminelle wurden z.B. mit Tätowierungen gezeichnet. Sie wurden durch die Tätowierung für die Gesellschaft kenntlich gemacht und bestraft. Für den normalen Japaner, sind Tätowierungen ein Zeichen für Mitglieder der Yakuza.
In der Edo-Epoche wurde die japanische Kunst der Tattoos ein Teil der fließenden Welt, ukiyo-e. Gemeint war damit alles Weltliche, Lasterhafte und Ausgelassene. Körpertätowierungen wurden von Arbeiter, Prostituierten und gesellschaftlichen Randgruppen genutzt. Für rund 150 Jahre hat das tätowieren von Verbrecher die herkömmlichen Strafen abgelöst. Statt die Nase oder Ohren zu amputieren wurden den Straffälligen ein oder mehrere Zeichen auf die Stirn oder dem Arm tätowiert. Dann wurde diese Art der Bestrafung um 1870 durch die Meiji Regierung des japanischen Kaisers abgeschafft.
Diese Art der Bestrafung schuf eine neue Gruppe der Ausgestoßenen für die es in der Gesellschaft keinen Platz mehr gab. Zu diesen Geächteten gehörten auch die Ronin. Die Ronin waren herrenlose Samurai für die es keinen anderen Möglichkeiten gab, als sich in Banden zu organisieren. Sie waren die Begründer und Vorläufer der heutigen Yakuza.
Die Kunst der japanischen Tätowierungen hat verschiedene Bezeichnungen in der Japanischen Sprache, horimono oder irezumi. Irezumi ist das japanische Wort für das bekannte, traditionelle, großflächige Tattoo, welches oft den ganzen Rücken bedeckt oder große Teile des Körpers. 1827 wurden von dem Künstler Kuniyoshi die ersten sechs der 108 Helden der Suikoden veröffentlicht. Die Suikoden waren ehrenwerte Banditen, die die Reichen bestahlen und es den Armen gaben. Als Grundlage dieser Geschichte um die Suikoden liegt der chinesische Roman Shui Hi Chuan.
Durch die besondere Popularität der ende des 18. Jahrhunderts in das Japanische übersetzten Erzählung, wurde bei der japanischen Bevölkerung ein regelrechter Kult ausgelöst. Die Zeichnungen Kuniyoshis Suikoden, zeigen die Helden der Geschichte in farbreichen, verzierten Ganzkörpertattoos. Bedingt durch den Kult um diese Geschichte, wurden Tätowierungen als trendy angesehen und kamen immer mehr in Mode Eine Mode, die sich aber nicht auf die herschende Klasse ausbreitete. Noch heute nutzen einige Tätowierer diese Zeichnugen als Vorlagen für ihre Arbeiten.
Nach dem zweiten Welkrieg brachten amerikanische Soldaten die Kunst der japanischen Tätowierungen mit in ihre Heimat. So wie ebenfalls viele andere Seeleute aus aller Welt auch. Dadurch verbreitete sich der Stil dieser Tattoos in die westliche Welt.
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