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Unser kleiner Streifzug durch die Tattoogeschichte, ist wie schon gesagt nur ein Streifzug. Es sind schon ganze Kapitel von Büchern zu diesem Thema geschrieben wurden und wer mehr darüber Wissen möchte, sollte in unseren Literaturtips oder im Internet stöbern. Wir bieten hier nur ein einen kleinen Einstieg in die Thematik der Tattoogeschichte.
Tätowierungen oder Körperbemalungen, sind schon so alt wie die Menschheit selbst. Das kann man ohne Übertreibung so sagen. Sie gehören zu der Entwicklung des Homo Sapiens, wie so viele andere Dinge auch. Bis in die heutige Zeit, hat sich dieser Kult erhalten, ja sogar perfektioniert und verfeinert.
Es lässt sich nicht mit Sicherheit bestimmen wo und wann das Tätowieren seinen Ursprung oder Schwerpunkt hatte. Das bemalen oder tätowieren des Körpers ist sowohl in der Geschichte der Süd- und Nordamerikanischen Ureinwohner zu finden, wie auch in den nordeuropäischen Kulturkreisen, z.B. den Wikingern oder Kelten. Auch in Asien oder Afrika lassen sich Belege dafür finden, das der Körper aus rituellen Zwecken oder aber einfach nur aus Schönheitidealen, tätowiert wurde.
Mit dem Einzug des Christentums ist in Europa dieser Ritus langsam in das Abseits geraten. Es wurde von der Kirche geächtet und verboten, seinen Körper mit “heidnischen Zeichen“ zu verzieren. Aber ganz vertreiben ließ sich das Tätowieren nicht. Das Tätowieren beschränkte sich zu diesen Zeiten, auf auf die Subkulturen der Gesellschaft. Ganz vorne an natürlich die Weltbereisten Seeleute, die viele Tattoos von ihren Reisen mit nach Hause brachten und dort viele "Daheimgebliebene" animierten sich auch zu tätowieren. In den Tätowierungen der Seeleute spiegelte sich das Heimweh und die, auf langen Reisen entstehenden, Sehnsüchte wieder.
Die ähnliche Motivation ließ auch Strafgefangene oder aber Soldaten zu Nadel und Farbe greifen. So entstanden in den Gefängnissen der Welt die unterschiedlichsten "Tattoo-Codierungen" die über die Straftaten, Bandenzugehörigkeiten oder Verluste und Ängste der Inhaftierten berichteten. Zu "lesen" waren diese Tattoos oft nur von Insidern. Ein Umstand, der natürlich nicht unbedingt dazu beigetragen hat, den Argwohn der "normalen" Gesellschaft abzubauen. Soldaten auf allen Kriegschauplätzen der Geschichte, haben sich die Wappen ihrer Kampfeinheit tätowieren lassen. Und noch heute bringen die Heimkehrer aus dem Militärdienst oft ein Erinnerungstattoo mit nach Hause.
Noch heute wird die Zugehörigkeit zu Banden oder Militäreinheiten in die Haut tätowiert. Ganz traditionell zum Beispiel sind die über den ganzen Körper tätowierten Motive der Yakuza, dem japanischen Gegenstück zu der italienischen Mafia. Diese verwendeten Motive sind nicht willkürlich gewählt. Sie zeigen oft Ausschnitte aus Geschichten und Mythen der japanischen Kultur.
Mehr Infos zu japanischen Tattoos
Mitte bis Ende der sechziger Jahre hat die Subkultur der Biker und Rocker das Tattoo für sich wieder entdeckt. Mit einem Tattoo wurde damals deutlich gezeigt das man sich außerhalb der Norm bewegt und auch keinen Wert darauf legt sich je wieder dort bewegen zu müssen. Ähnlich Motiviert verhält es sich mit der Punkbewegung die Mitte der siebziger Jahre ihren Ursprung fand.
Heutezutage haben Tattoos erheblich an Akzeptanz gewonnen. Immer mehr Menschen aus den verschiedensten sozialen Schichten, möchten mit einem Tattoo, ob klein oder groß, etwas ganz bestimmtes ausdrücken oder eine besondere Zeit damit markieren. Für die einen sind Tattoos zur Mode geworden für die anderen die Unterstreichung ihrer Individualität. Egal welche Motivation dahintersteckt sich tätowieren zu lassen, eines haben die "Tätowierten" gemeinsam, die Freude an der Veränderung bzw. Verschönerung ihres Körpers.
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